"Ach Donnergrollen des ew'gen Wasserfalls

Nun zieht es mich zurück zu dir.

Zurück nach Haus.

Zurück, zu mir."

- Aus den Aufzeichnungen des reisenden Geweihten Dyrondrius Ehrwald von Donnerbach, Albenhus 1006 BF

 

 

"Das Vorhaben lautete, die Mammuts dazu zu zwingen ein schwächliches oder jüngeres Tier zurück zu lassen damit der Adept dieses per Zauberei in eine Starre versetzen kann. Dazu beorderte ich einige der thorwalschen Krieger mit mir an die linke Flanke um gemeinsam mit Ansgar den Magus bei seinem Zauberwerk zu decken. Dies jedoch entpuppte sich als schwieriger als erwartet, da sich diese riesenhaften Kreaturen von unserer Kampfkraft nur wenig beeindruckt zeigten, sodass wir uns bald einem wütenden Pulk dieser monströsen Ungeheuer gegenüber sahen. Weiteres Problem machte der vom Magus angedachte Zauberspruch, der völlig fehlschlug, woraufhin sich die Krieger bald in höchst aufreibendem Nahkampf mit den wütenden Geschöpfen befanden, zumal wir kein schwächliches Tier ausmachen konnten und der Gegner die Jungtiere geschickt abzuschirmen wusste. Nach weiteren missglückten Zauberkunststücken des schwer irritierten Magus beschloss ich nun, diesen von seiner Bürde zu entheben und auf profane Mittel zurück zu greifen, war es doch offensichtlich, dass ein geordneter Rückzug und eine neue Taktik ebenso unehrenhaft wie wenig erfolgsversprechend wären.

Wohl wissend, dass der Blutzoll beträchtlich sein würde, befahl ich nun einige Thorwaler mit Seilen und Stricken zum erwählten Tier am Ende des Trosses, um dieses Fesseln zu lassen. Während ein Kämpfer namens Raluf ein ums Andere mal seine gewichtige Barbarenstreitaxt ins Gebein des Alphatieres trieb und Ansgar und ich durch gezielte Hiebe das Unsrige Taten um den Großteil des Feindes an der linken Flanke zu binden, so versuchten die restlichen Thorwaler um Kapitän Phileasson ein Durchbrechen des Feindes auf das gefesselte Mammut auf der Rechten zu verhindern. Gelang es uns noch ohne Verluste die Stellung zu halten so sah sich das restliche Dutzend auf der rechten Flanke gleich mehreren der Monströsitäten gegenüber, wobei einer nach dem anderen in Rondras Hallen oder Swafnirs Gefilde Einfuhr. Die Verteidigung begann zu brechen und dies entging weder unseren Kämpfern noch der Gegenseite. Zur Hilfe eilen konnten wir, selbst im Kampf mit dem Feind gebunden, nicht, und sämtliche kampferprobte Gefährten hatten sich bereits ins Gefecht geworfen. Die Opfer schienen bereits umsonst gewesen zu sein und ich sah die drohende Niederlage bereits vor mir, als auch Raluf und mir allmählich die Kraft ausging, um den immer wütender auf uns eindringenden Anführer des Feindes zurück zu halten. Just in dem Moment als die rechte Flanke brach und die Mammuts in Begriff waren ihren gefesselten Gefährten befreien zu können, nahm unser bisher unerschrockener Widersacher plötzlich reisaus. Überrascht von dieser glücklichen Wendung durch der Götter Fügung wirbelte ich herum um die Ursache dieses Sinneswandels auszumachen. Da stand der zwergenhafte Magier in einer ehrfurchtgebietenden Pose da, seinen Stab fest umklammert, erleichtert und erschöpft zugleich, sein immerwährendes Lächeln auf den Lippen. Die restliche Sippe folgte ihrem Leittier sofort hinterdrein, der Kampf war beendet, das Mammut war gefangen, 6 unserer Gefährten in ehrenhaftem Kampf gefallen."

- Kampfbericht über den Fang eines Mammuts von Dyrondrius von Donnerbach an die Sennmeisterin Aldare VIII. Donnerhall von Donnerbach, Yeti-Land Tsa 1007 BF

 

 

"Lasst mich durch, ich muss dringend mal mit diesem Stoerrebrandt sprechen, sonst werd ich diese Rindviecher ja nie los!"

- So gehört vor dem Stoerrebrandt-Kontor in Festum, Festum 1007 BF

 

 

"Zwei weiße Segel glitten grad durch deine Augen.
Darin die See ist tiefer als ein Lot je ging.
Ein Sturm zieht auf mit Wellen, die zum Töten taugen,
die jedes Schiff verschlingen, das am Anker hing.

Zwei weiße Haie glitten grad durch deine Augen.
Ich schmeck das bittre Salz der See in meinem Mund.
Es ist noch Angst in mir, wie könnte ich auch glauben,
dass dort kein Zweifel wäre unten auf dem Grund?

Ich versinke. Ich ertrinke.
Ich will keine Schmerzen mehr.
Ich will dort sein, wo es still ist:
2000 Meilen unterm Meer.

Zwei weiße Flügel falten sich um deine Schultern.
Im Rausch der Tiefe bist du weiß und wunderschön.
Ich weiß genau, du bist jetzt hier, mich zu erlösen.
Ich kann nicht weiterschwimmen, bitte lass mich gehn.

Ein weißes Licht verschlingt die Haie und die Segel,
verschlingt die See und in mir wird es still, so still."

- Ohm Follker, Hommage an den auf der Seeschlangen-Jagd verstorbenen Ansgar Torgason, Beskan 1008 BF

 

 

"Die Natur ist unerbittlich und unveränderlich, und es ist ihr gleichgültig, ob die verborgenen Gründe und Arten ihres Handelns euch Menschen verständlich sind oder nicht."

- Thantalas von den Waldelfen auf die Frage eines Tsa - Priesters, ob es nicht traurig sei, dass der Tempel des Lebens auf Grund des moorhaften Untergrundes dauerhaft einsturzgefährdet ist, Khunchom 1008 BF

 

 

"Wer tugendhaft lebt und handelt, der legt seinen Adel an den Tag. Wahrer Adel liegt im Gemüte, nicht im Geblüte, mein Freund!"

- Reonar von und zu Falkenstein in einem Zwiegespräch mit Asleif "Foggwulf" Phileasson an Bord der Stern von Sylz, Sargasso-See 1008 BF

 

 

„Werte Erhabene, werte Damen! Aber auch ihr seid gegrüßt die hier NICHT auf einem Kissen sitzen! Heute...heute sind wir alle gleichgestellt! Ihr seid alle gleichermaßen gesegnet. Denn ich habe die Ehre...das Privileg – NEIN – das Vergnügen euch einen Geweihten vorzustellen, der von Geweihten zum Geweihten gemacht wurde. Ein Geweihter dessen Blutlinie man zurückverfolgen kann...bis zu Geron dem Einhändigen. Das erste mal traf ich ihn betend auf einem Berg in der Nähe Ysilias. Wo er seine Göttin bat ihm zu vergeben für das vergossene Blut im Kampf gegen die Oger. Dann hat er mich noch mehr verblüfft, in Albernia! Ich war Zeuge als er eine vaterlose Schönheit vor der möglichen Schändung durch ihren schrecklichen bornischen Onkel rettete. In Nostria verbrachte er ein Jahr, schweigend, nur um zu lernen wie laut es sein kann, wenn man flüstert. Und jetzt, ohne blumige Worte zu verschwenden, ohne groß aufzutragen: Hier kommt er, der Fahnder der Stille, der Beschützer albernischer Jungfräulichkeit, die Exekutive der Allmächtigen, der große, der einzige Dyrondriuuuuuuuuuuuuuuus voooooon Donnerbach!“

- Adeptus minor Maggus' Achatmaladannbambir als Ankündigung seines Freundes Dyrondrius auf einem Pferderennen im Fasarer Hyppodrom, Fasar 1008 BF

 

 

"Zerschmettert Beorn und dessen Gefährten! Tut es für mich, damit meine Taten nicht ohne Nutzen waren!" 

- letzte Worte des aus dem Leben scheidenden Fendor Späherkuppe, nördliche Khôm 1008 BF

 

"Mut, mein Freund, ist nicht die Abwesenheit von Furcht. Es ist vielmehr die Erkenntnis, das jetzt etwas Anderes wichtiger ist!"

- Dyrondrius Ehrwald von Donnerbach zu seinem Freund Maggus Achatmaladannbambir vor der Schlacht mit Pardona, Namenlose Tage 1008 BF

 

"Sieh' dir dieses feine Geschöpf an - edel und rein, mit geblähten Nüstern wartet es darauf, die Lüfte zu trinken und meinen Gegner zu zerschmettern. Kann man sich einen besseren Kampfgefährten wünschen als dieses lebende Geschenk Rasullahs?"

- Rezzan ben Nazir zu einem Fremden vor der Schlacht um Mherwed, Mherwed 12. Praios 1010 BF

 

 

"Nur manchmal wenn der Südwind weht und wildes Fernweh durch mich geht wie schauerliche Stürme, dann sehn ich mich wieder nach der See.

Ein Sturm zieht auf, ich steh an Deck, die Seeluft schmeckt nach Regen, der Himmel streckt die Hände aus, ich stämm mich ihm entgegen.

Nur manchmal wenn der Südwind weht und wildes Fernweh durch mich geht wie schauerliche Stürme, dann sehn ich mich wieder nach der See."

- so gehört auf den Straßen Khunchoms, gesummt von einem Magier mit Strohhut; Khunchom 1014 BF

 

 

"Das Schwarze Buch war bei mir alle Zeit.

Was ich begehrte stand schon bald bereit.
Und leere Taschen sind kaum ein Porblem
Wer zaubern kann, der liegt nie unbequem.
Selten allein, ich nahm es, wie es kam,
Verlor mein Mitleid und auch jede Scham.
Tat alles, wie's nie vorher meine Art
Was dich nicht umbringt, macht dich hart.

Ein weiter Weg und manch ein langes Jahr.
Ich ging auf Straßen, fremd und sonderbar.
Ich habe viele Länder schon bereist
Mit Mächtigen hab ich am Tisch gespeist
In kalten Nächten und in höchster Not
Teilte mit mir so mancher Knecht sein Brot,
Und nie war mir ein Freund, so wie ihr's wart
Was dich nicht umbringt, macht dich hart."

- Maggus Achatmaladannbambir auf einer Trauerfeier anlässlich des Todes seines langjährigen Freundes Dyrondrius Ehrwald von Donnerbach, begleitet von einer Drehleier und einer Laute; Donnerbach 10XX BF

 

"Lasst mich euch eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte über Rache..."

- Gealterter Rezzan ben Nazir, unter einem Feigenbaum im Kreise seiner Kinder 10XX BF

 

 

Der Maggus war ein grosser Mann der wahrlich ganz und gar, ebenso ein grosser Zecher wie auch Magier war.
So manches mal hat er über die Götter referiert und damit ihren heil'gen Ruf ganz und gar ruiniert.
Ein Priester der dies hörte war recht dürftig amüsiert, da solcherley Gebärden sich nun wahrlich garnicht ziert.
Er griff sich an die gold'ne Sonn', die ihm am Halse sass und rief wild in den Schanksaal: "Dies sei Ketzerey, kein Spass!"
Darauf Maggus: "Wer schmählich von den Zwölfen spricht verdient das Deren Dasein nicht, doch jeder Mensch weiss in der Tat ist er gar sündenfrei: Die Lüge ist der Dämonen Saat, die Wahrheit Ketzerey. Ketzerey!"

- Lied über Maggus Achatmaladannbambir, so gehört in den nördlichen Schenken und Tavernen Weidens, 10XX BF



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